Archiv für den Monat August 2015
Manche Leute….
Wow. Einfach nur Wow. Ja, ich weiß, ich gebe gerade einem ausgesprochenen Vollhorst eine Plattform, aber das muss an der Stelle einfach mal sein.
Worum es geht? Natürlich wieder mal um rechte Dummheit.
Wenn man sich übernimmt
„mal eben“ ist wohl der Fluch jedes Menschen, der schreibt.
„Mal eben“ einen Artikel, „mal eben“ recherchieren. 10 Stunden später ist man immer noch nicht schlauer und kratzt sich am Kopf.
Yo und mein „mal eben“ hat sich soeben erledigt.
Die ungewollte Lösung des Flüchtlingsproblems
Meiner (leider) sehr unmaßgeblichen Meinung nach, gibt es für das Flüchtlingsproblem derzeit nur eine Lösung:
Die EU. Aber eben nicht wie bisher mit Maschendrahtzaun über dem Mittelmeer.
Sammlung
Im Nachbardorf kommen 8.000 Flüchtlinge an. Es sind bereits viele hier, auch in meinem kleinen Dorf hier.
Das diakonische Werk ist Sammelstelle für Spenden – es wird alles gebraucht: Babynahrung/Babyfolgenahrung, Klamotten (wobei sie genügend Kleidung für die Kleinsten haben, und dann wieder ab Größe 98, es besteht eine Unterversorgung der Kindergrößen zwischen 62 und 98: Wer da was hat: YAY). Kleidung für Erwachsene (bitte unterlasst „Scherze“ wie vollgeschissene Unterhosen – die sind da wohl auch als „Spenden“ abgegeben worden disclaimer: nicht verifiziertes Gerücht).
Wer helfen will: Haut rein.
Schickts an mich, Adresse im Impressum und ja, es wird jeder einzelne Karton dort ankommen. Oder wenn ihr mir nicht traut, an:
Kaufnett Secondhand – Kaufhaus der Diakonie
Flöz-Zollverein-Straße 2
59368 Werne
Oder macht euch kundig wo bei euch die Sammelstellen sind oder bringt die Sachen direkt in die Zeltstädte.
Bevor wieder die Frage kommt, was ich denn so mache:
1. Mentor für einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling
2. morgen einkaufen und Montag hinbringen.
Über die Remonstrationspflicht
Eine Sache die mir mit dem ehemaligen Generalbundesanwalt gegen den Strich geht, ist das Ding mit der Remonstrationspflicht – und wie sie ausgeübt werden sollte. Das musste erstmal bissi wachsen bei mir. Aber irgendwann stand ich wirklich da und hab mir mit der flachen Hand vor die Stirn gekloppt.
Alles Diebe?
Ich bin ein Schussel. Ich gebe es offen zu. Wenn ich was in den Händen halte, ist das meist weg. Weil mich was nervt, weil ich die Hände brauche – aus den Pfoten aus dem Sinn.
Heute hatte ich nen Rucksack mit. Hab ihn bei McDonalds neben den Tisch gelegt. Ratet doch mal?
Deutschland im Sommer 2015
Es ist heiß. Sehr heiß. So heiß, dass Flüchtlingsheime brennen – respektive Häuser, die für Flüchtlinge vorgesehen sind. Sie gehen in Flammen auf, weil überhitzte Hitzköpfe nicht mehr in der Lage sind, höhere Hirnfunktionen wie Empathie und Mitgefühl aufzubringen.
Berlin im Sommer 2015. Es ist heiß und die Sommerpause neigt sich dem Ende zu. Von einem Sommerloch konnte dieses Jahr nicht gesprochen werden. Die Sommerpause war eigentlich keine.
Nein, das geht nicht
Was geht in diesem Land eigentlich vor?
Ein Schriftsteller wird mundtot gemacht, indem man seine Familie bedroht? Sind wir wieder soweit?
Und das Rechte Pack erhebt sich erfolgsbesoffen und droht weiter.
WAS FÄLLT EUCH VERBRECHERN EIGENTLICH EIN?
Ihr gehört hinter Gittern, damit ihr lernt, dass man andere Menschen nicht bedroht.
Ihr gehört hinter Gittern, damit ihr lernt, dass man andere Menschen respektiert.
Ihr gehört hinter Gittern, damit ihr lernt, dass jeder Mensch gleichviel wert ist. Ihr seid nicht mehr wert als die Flüchtlinge, gegen die ihr so sehr kämpft.
Schämt euch in Grund in Boden.
Ihr gehört NICHT zu meinem Deutschland. Und werdet nie dazugehören.
Pfui Teufel.
Dr. Kall dazu.
Flüchtlingskatastrophen – mitten in Deutschland
Wer heute noch nix vorhat und ein bisschen Geld für einige Flaschen Wasser, Babynahrung und ähnliches übrig hat, hat vielleicht jetzt was, was er tun kann.
Heute vor 70 Jahren
Am 6. August 1945 luden die Servicekräfte um 1:35 Uhr morgens die Bombe „Little Boy“ in den Bomber „Enola Gay“ von Pilot Paul Tibbets.
Tibbets startete um 2:45 Uhr. Seine Mission: Little Boy auf Hiroshima zu werfen.
Um 8:15 und 17 Sekunden endete die Unschuld der Menschheit endgültig, zumindest das, was nach unzähligen Kleinkriegen und zwei Weltkriegen mit unfassbaren Kriegsgräueln noch übrig war.
Little boy wurde ausgeklinkt und fiel auf Hiroshima. Kurze Zeit später steht der typische Atompilz über der japanischen Stadt, tötet auf der Stelle mindestens 70.000 Menschen.
Später sieht man zum Teil, wo die Menschen standen, bevor sie in sekundenschnelle verbrannten die Silhouetten im Moment ihres Todes. Es blieben im Zentrum des Abwurfs keine Leichenteile zurück, die Menschen verdampften komplett.
Die Strahlenschäden töteten viele weitere. Insgesamt wird die Zahl der Toten allein für Hiroshima auf 90.000 – 166.000 geschätzt.
3 Tage später fiel die zweite Bombe auf Nagasaki.
Bis heute sterben in beiden Städten die Menschen an den Spätfolgen: Schilddrüsenkrebs, Leukämie, das Leben mit erhöhten Strahlenwerten ist risikoreich und die Strahlung braucht eine lange Zeit, bevor sie auf „Normalwerte“ zurückgeht.
Wir reden hier je nach Strahlungsart über mehrere Zehntausend Jahre.
70 Jahre ist das nun her. Und immer noch gibt es Atomwaffen. Der kalte Krieg ist in einen lauwarmen Stellvertreterweltkrieg übergegangen – und die Drohung der Atomwaffen schwebt dichter über unseren Köpfen als je zuvor.
Wann werden wir lernen? Wenn die letzte Erdscholle verstrahlt ist? Die letzte Stadt zerstört? Die Erde kann auch verstrahlt recht gut ohne uns leben.
Aber wir nicht ohne sie.
Menschenhandel in South Dakota
Wir alle sind mit den Geschichten über die Native Americans aufgewachsen. Wir haben „Cowboy und Indianer“ als Kinder gespielt und wir bewunderten den „roten Mann“ für seine Ehre und seine Lebensart. Wir bauten Tipis, ja auch hier in Deutschland und ich kann mich dran erinnern, dass wir im Winter die Iglus der Inuit nachgebaut haben.
Unsere Sicht auf die „Indianer“ war geprägt durch Karl May. In Buch und in Film.
Doch die Realität ist soviel tragischer, soviel niederträchtiger und soviel bitterer als die romantische Vorstellung des deutschen Vielschreibers.