Archiv des Autors: Tante Jay

Wann ist es genug?


Wie oft noch?

Die Odenwaldschule kommt aus den Skandalen nicht mehr heraus. Leute, gebt auf. Da stehen Kinder auf dem Spiel, die ihr aus Verblendung über die Wupper gehen lasst.

Ich wiederhole es gerne: Die Odenwaldschule ist nicht mehr zu retten. Im Interesse der Schüler sollte hier schnell eine Lösung gefunden werden.

An der Schließung der Schule geht kein Weg mehr vorbei. Sie hat bewiesen, das sie nicht mehr zuverlässig arbeitet, und der Preis: Missbrauchte Kinder, um einen pädagogischen Traum durchzusetzen, ist zu hoch.

Es reicht. Endgültig.

Einmal ist einmal zuviel?


Die Odenwaldschule hat *wieder* einen Lehrer entlassen. Weil er strafwürdiges Material auf dem Rechner hatte.

Die Odenwaldschule hat *immer noch* das fatale „Familiensystem“ laufen, das bereits so viele Opfer gekostet hat. In diesem System sind die Kinder schutzlos den Lehrern ausgeliefert. Und das „Vier-Augen-Prinzip“, erweitert um die Tatsache, dass die Lehrer nicht mehr mit den Kindern zusammenwohnen, macht das nicht besser.

Die Odenwaldschule weigert sich beharrlich, die Opfer zu entschädigen. Mit dem Hinweis, dass sonst kein Geld mehr für die Schüler da wäre. Sie ist allenfalls bereit, ein paar Almosen zu zahlen, aber nicht die Beträge, die nötig wären, das Leid zu lindern.

Die Odenwaldschule hat sich überlebt. Sie muss geschlossen werden. Der Ruf ist endgültig verspielt, das ganze ist nur noch wie das schmerzhafte maschinelle Am-Leben-halten eines Todgeweihtn um jeden Preis. Doch dieser Preis ist zu hoch, denn er kann Leben kosten.

Die Odenwaldschule *kann* ihren Ruf nicht mehr wiederherstellen. Das Lebenswerk Hartmut von Hentigs und Gerold Beckers verdient es, vergessen zu werden. Die Männer verdienen es, vergessen zu werden.

Und die Odenwaldschule verdient das auch.

Immer wieder was neues


Sexueller Missbrauch ist doch überall, wo man sich zivilisiert schimpft, verboten. Richtig?

Und er ist gesellschaftlich geächtet. Wer sein Kind als Sexualobjekt nimmt, oder anders ausgedrückt: Wer ein Kind als Sexualobjekt sieht, der ist ein Schwein oder? Richtig? Richtig?

Wer mich kennt, weiß, was jetzt kommt. Der Beweis, dass sexueller Missbrauch durchaus auch bei uns im Westen ritualisiert und gesellschaftlich anerkannt ist.

Leider kein Witz.

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Die NATO-Krise


Angesichts der derzeitigen Ukraine-Krise, die nach wie vor das Zeug hat, ganz Europa in Brand zu stecken, wenn die Beteiligten nicht allmählich mal zur Besinnung kommen, wäre es doch mal vernünftig, wenn beide Seiten vorsichtige Gesprächsbereitschaft zeigen und mal ein bisschen zurückstecken.

Aber ich fürchte, mit Vernunft kann man diesen Möchtegernfeldherren derzeit nicht kommen.
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Fracking in Deutschland


Fracking zerstört das Land. Vergiftet es, vergiftet das Grundwasser, zerstört die Lebensgrundlage der Menschen, die in den Frackinggebieten wohnen. Wo Fracking betrieben wird, kann man nicht mehr leben. Fracking ist eine Übergangstechnologie, zumindest ist das vorgeschoben, um fracken zu können.

Schleswig-Holstein ist ein schönes Land. Ländlich. Gut, die vielen Windkrafträder stören etwas, aber irgendwas ist ja immer.

Wie die beiden zusammenkommen?

Ganz einfach: Demnächst soll in Schleswig-Holstein probeweise gefrackt werden. Für eine Menge Landkreise liegen Anträge vor. In 12, zum Teil dicht besiedelten Gebieten, sind Probebohrungen genehmigt worden.

Also, liebe Leute in Schleswig-Holstein. Hopp Hopp, ab auf die Straßen. Anfragen an die Kreise stellen:

1. Liegen Anträge auf probeweises Fracking vor?

2. Wird beabsichtigt, diese Anträge, so sie denn vorliegen, zu genehmigen?

Fracking bedroht direkt die Lebensgrundlage aller Menschen die dort leben. Diesmal gehts den Leuten an den Kragen. Für die, die sich informieren wollen, welche Folgen Fracking hat, der kann das hier tun.

Und wenn ihr euch informiert habt, dann heizt den Energieriesen bitte mal ein. Denn wenn das nicht geschieht, dann wird Schleswig-Holstein demnächst überall dort unbewohnbar werden, wo diese Verbrecher die Chemie in den Boden jagen, um dort Schiefergas zu „fördern“.

Liest jemand von der Humboldt-Universität mit?


Wenn ja, wie soll ich den Artikel hier einordnen? Kann mir das einer erklären? Ist das eine offizielle Arbeitsgruppe oder sitzen da nur verbohrte und frustrierte Studenten zusammen und kacheln was neues aus?

Sinn und Zweck der Übung? Ehrlich – wenn DAS Ding stimmt, gehört die Humboldt-Universität ab sofort nicht mehr zu den ernstzunehmenden Bildungsanstalten.

/edit

Selbst ist die Frau. Ich hab mir mal mein Telefon gegriffen und die stellvertretende Pressesprecherin der Humboldt-Universität angerufen. Hey, die antworten. *fasziniert* 🙂

Fazit:

Ja, die Arbeitsgruppe gibt es, die Broschüre gibt es auch.

Sie stellt aber *keine* Verpflichtung dar, künftig nur noch an der Hochschule mit Sonderzeichen zu sprechen. Sondern eine Empfehlung für diejenigen, die sich dafür interessieren, mal zu gucken, wie man in Forschung eine Sprache genderneutral halten kann.

Also keine Pflicht. Sondern eher ein so. „Guckt mal, so könnte das aussehen“. Reine Theoriefindung. Es wird also nicht so sein, das künftig Bachelorarbeiten aussehen als hätte der Autor auf die Tastatur geniest.

Ich hab kurz die Studentenrebellion angesprochen und mir wurde versichert, dass beide Gruppen nichts miteinander zu tun haben.

Die eine Gruppe betreibt Forschung, die andere hintertreibt sie. 😉

Das war übrigens mein Fazit *g*

Immer noch die Ukraine


Hat sich die Lage in der Ukraine beruhigt? Nein.

Ist sie durchsichtiger geworden? Leider ebenfalls nicht.

*seufz*

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Wofür man so steht


Jeder Mensch hat Punkte für die er so einsteht. Meinungen, die er vertritt und für die er schlimmstenfalls auch geradestehen muss.

Der Wortvogel schreibt diese Punkte in einer Artikelserie gerade auf. Und der erste Artikel hats schon richtig in sich. Ich wollte, auch angesichts unserer teils heftigen Diskussionen in der Vergangenheit, eine Art Gegenentwurf schreiben und hab beim Lesen gemerkt: Brauche ich nicht.

Denn das was er da schreibt, kann man 1:1 so übernehmen. Er hat mit allem Recht, eine Umsetzung würde unsere Gesellschaft erheblich verbessern, die Leute mit geringerem Einkommen entlasten und zudem den Umweltschutz massiv voranbringen.

Kultur wäre dann nicht mehr eine Sache kleiner Eliten sondern eine Sache für die breite Masse. Ich habe es angesichts der Flashmobs mit klassischer Musik bereits einmal gesagt und wiederhole es gerne: Klassische Musik braucht keine großen Opernhäuser wie es grad in Hamburg gebaut wird. Klassische Musik braucht Publikum.

Und die Geschichten, die dort musikalisch erzählt werden, sind nach wie vor hörenswert. Man muss nur hören.

Auch Theater, dass sich gerne als hochfinanzierte Avantgarde versteht, wäre dann vielleicht wieder ansehbar.

Wo ich nicht ganz mit einverstanden bin, ist die „Theater muss sich am Publikum orientieren“-Haltung. Eine derartige Haltung ist problematisch. Denn wenn man sich nur am breiten Publikumsgeschmack orientiert, verliert das Theater zumindest teilweise seine Rolle als Vordenker und Neudenker. Und ein Fast-Food-Theater, das man gedankenlos konsumiert, ist zwar ganz nett aber ich bevorzuge dann doch auch immer mal wieder die Theaterstücke, bei denen man die Murmel mal anwerfen muss.

Der schönste Teil ist der mit dem Wegfall der Buchpreisbindung. Sie ist wirklich ein Anachronismus. Und gehört abgeschafft.

WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY


Am Jahrestag des Kölner Urteils findet in Köln eine Demonstration statt. Los gehts am Landgericht Köln, Luxemburgplatz, um 11 Uhr – und um 12:30 Uhr findet auf der Domplatte die zentrale Kundgebung statt.

Ich bin da. Wer noch? (Yay, Köln ist erreichbar) 🙂

/edit: Der Jahrestag ist der 7. Mai 2014

Score – mal wieder


Juchu. Nachdem ich ein wenig mit der Hormoneinstellung für die Schilddrüse jongliert habe (und es jetzt endlich einigermaßen funzt) hab ich mir ne dicke Erkältung eingefangen.

Bronchien, Nebenhöhlen, Stimmbänder. Und leise klingen die Glöckchen in der Lunge.

Also diesmal das volle Programm: Antibiotika, Inhalation… yay, das wird ein Osterfest.

*gnarf*

Und meine Konzentration läßt aktuell etwas zu wünschen übrig. Könnten die Jungs in der Ukraine bitte mal kurz die Füße stillhalten, bis ich wieder blöde Kommentare abgeben kann? Danke. *mpf*

125 Jahre


und aktuell wie nie. Ich weiß, ich habe dieses Video schon öfter gepostet – und es hatte jedesmal seine Berechtigung.

125 Jahre. Zwei Weltkriege, der letzte große Krieg sollte der sein, der alle weiteren Kriege beendet. Wie sehr sie sich doch irrten.

Eine Rede, die von Tag zu Tag aktueller wird. Die von Tag zu Tag dringender wird. Weil die Maschinenmenschen mit ihren Maschinenköpfen nicht hören wollen oder können. Weil die Maschinenherzen verlernt haben, zu fühlen.

Das Spiel mit dem Feuer – es ist wieder interessant.

Happy Birthday Charlie Chaplin. Und danke für diese Rede.

Was fürs Herz ;-)


mich gibts noch. Und ab und an stolpere ich in Facebook ja über schicke Dinge. Diesmal: Dr. Kall. 😉

Der Hochzeitstag kann der schönste oder der furchtbarste Tag des Lebens werden. Und viel hängt dabei auch von dem „Zeremonienmeister“ ab – in Irland ist das regelmäßig ein katholischer Priester.

Und ganz ehrlich? Leute wie dieser Priester machen mir den Trachtenverein fast wieder sympathisch. Fast.

/kleiner edit:

Das ist eh eins der schönsten Lieder, die ich kenne

Knuddelattacke


Was mir auffiel, war das glückliche, begeisterte Lachen des Journalisten, als die Knuddelattacke erfolgte.

Und ich sitze hier, endlich mal wieder breit lächelnd und denke mir: Vielleicht ist ja doch nicht alles verloren.

Niedrige Gesinnung


Manchmal wollen Stalker so sehr die Aufmerksamkeit und sinken dafür so tief, dass sie verdammt dumme Sachen tun.

Zum Beispiel sich mit dem Blognamen einer Bloggerin bei einer Partnerbörse anmelden und dazu das Konto der Hilfsorganisation benutzen, die für Aurela gerade verzweifelt Spenden sammelt, um das Kind zu retten.

Das ist in mehr als einer Hinsicht so verdorben und abstoßend – sollte ich das auf dich zurückführen können, mein Freund, bist du dran.

 

Auszeit


Mir gehts momentan nicht wirklich gut.

Ich bin momentan wohl in einer ziemlich bösen Unterfunktion. Schüttelfrost, eiskalte Hände und Füße, Mikrokrämpfe („Zuckungen“) an den Augen, was die Konzentration auf den Bildschirm unheimlich erschwert, hinzu kommen massive Knochenschmerzen und ein ziemlich fieser Depri-Schub.

Alles in allem gerade etwas ungemütlich.

Ich werds überleben, aber solange das so läuft, werde ich kaum bloggen können. Ich habe gerade null Konzentrationsfähigkeit. 😦