Archiv der Kategorie: Mediales

Kucktipp


Neues aus der Anstalt.

Großartig. Gucken, bevor zu spät ist.

Danke, Avarion 🙂

Quo Vadis, Carta?


CARTA ist ein grandioses Projekt.

In einer Zeit, wo Redaktionen zunehmend die Unabhängigkeit in der Berichterstattung verlieren, wenn sie sie je hatten, sprang CARTA ein. Klein, aber fein, eine Autorenplattform, die erfrischend verschiedene Meinungen zu vereinen wußte und darstellen konnte.

Es gab keine „CARTA-Linie“ – es gab nur Veröffentlichungen von Autoren, die hier eine Plattform geboten bekamen. Und es wurde versucht, das gesamte Spektrum abzubilden.

Wurde. Denn das CARTA wie es mal war, gibt es leider nicht mehr.

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Medien-PR oder auch: Wann muss ich wegsehen


Im Zeitalter des Social Webs findet man alle möglichen Bilder und Videos frei Haus. Katzenbilder, Hundebilder, Menschenbilder, Selfies, nicht-so-selfies: Sie alle fluten unser Web und die Timeline in den verschiedenen Kanälen.

Aber in Zeiten, wo die Krisen in der Welt zunehmen, wird auch die PR-Hoheit wichtiger. Und plötzlich werden die Bilder weniger schön. Ein totes Kind: „TEILEN“ – mit dem Kommentar: Beendet die Morde.

Und hier fangen dann die Probleme an.

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Und nochmal die Krautreporter


Es gibt da einige Kritikpunkte, die man diskutieren kann, diskutieren sollte. Und ich mag Twitter nicht dafür nutzen, weil Christian Jakubetz da recht hat: Mit 140 Zeichen sind zuwenig. *g*

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Die Krautreporter


Gratulation an die Herren Niggemeier, Sixtus und Co. Das Krautreporter-Konzept hat genügend Fundraiser gefunden und kann dann in die Startlöcher gehen.

Fast 17.000 Unterstützer hat das Projekt bislang gefunden. Und eine Menge Kritiker: Von der „mangelhaften“ Technikunterstützung bis hin zu niggeleien (sorry, pun really intended 😀 ) über die Tatsache, dass die Frauenquote nicht stimmt bis hin zur Aufmachung.

Egal. Die Kohle ist drin.

Eine Erkenntnis habe ich aus dem ganzen gezogen – abseits aller Nickeligkeiten spricht die Zahl von 17.000 Unterstützern Bände und sollte den ganzen Klickfetischisten in den Redaktionen der etablierten Zeitungen die Schamesröte ins Gesicht treiben – weil sie mit der Hand im Maschinenraum erwischt wurden.

Die Leute wollen keine endlosen Klickstrecken mehr. Sie haben die Schnauze voll von nichtssagenden Fotostrecken, die für den Artikel nur die Klickzahl erhöhen soll. Sie haben die Faxen dicke von lieblos aufbereiteten Agenturmeldungen wo man sich selbst bei den abstrusesten Fällen nicht mal die Mühe macht, die mal auf Plausibilität zu prüfen.

Die Krautreporter sind angetreten, das zu ändern. Und Jungs, wenn ihr DAS schafft, dass diese ganzen SEO-Spackos und die LSR-Fanatiker aus den Redaktionen verschwinden und die ganzen News-Sites sich darauf besinnen, dass „Seriosität“ und „Schnellschuß aus der Hüfte“ im Journalismus niemals zusammengehen kann, dann habt ihr euren Erfolg mehr als redlich verdient.

Na dann: Liefernse mal. Ich freu mich drauf. 🙂

Das zweischneidige Recht, vergessen zu werden


Das Internet mutiert immer häufiger zu einem öffentlichen Pranger. Ob es nun selbsternannte Watchlists sind, ein ziemlich abstoßendes Beispiel ist hier www.stopgrbullies.com – die Seite macht exakt das, was sie zu bekämpfen vorgibt – oder ob es eben Suchmaschinen sind:

Was einmal im Internet ist, bleibt sichtbar, für alle Zeit.

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Die Krautreporter


Ein neues Projekt betreibt Fundraising: Die Krautreporter.

25 Journalisten, die ein unabhängiges und qualitativ hochwertiges Online-Magazin gründen wollen. Unabhängig von Verlagsinteressen und werbefreit.

5 Euro monatlich und man bekommt Zugang zu den Background-Stories.

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Weil es (immer noch) Wurst ist


Gott, was polarisiert die Frau (in Drag isses nu mal eine).

Mal ein bisschen aufnehmen, was ich aus den Kommentaren rausgezogen habe. Und – vielleicht – widerlegen. 😉

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Weil es Wurst ist.


Gestern gewann also Conchita Wurst den ESC 2014. Die Veranstaltung war wie immer so seicht, dass man, wäre sie ein See gewesen, locker hätte drauf laufen können. Und er hatte eine polnische Band, die diesmal nur sehr dezent auf Sex gesetzt hat. Immerhin wissen wir jetzt, dass es in Polen lust(ige) Bäuerinnen gibt.

Aber der Sieg von Conchita, die Art, wie er erfolgte – all das gibt Hoffnung, dass sich wirklich etwas ändert in den Köpfen. Dass endlich bei den Leuten ankommt: Homosexualität ist eben KEINE Krankheit. Sondern eine andere Sexualität. Etwas, womit man geboren wird.

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WELTUNTERGANG


Genau. Die Welt geht unter. Fragt den Focus, der weiß das. Meine Techniker, die hier mitlesen: Wenn ihr auf „Weiterlesen klickt, dann bitte nur mit ausreichend Aspirin. Das gibt sonst Kopfweh.

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SCHLAGzeilen


Seit Monaten hab ich ja den Google-News Alert laufen mit dem Stichwort „Michael Schumacher“. Solltet ihr auch mal machen, man sieht daran wunderschön, wie sehr manche Medien

a) voneinander abschreiben und

b) verzweifelt auf der Suche nach Neuigkeiten in einem hermetisch geschlossenen Umfeld sind.

Außerdem wollte ich einen Award für die Schlagzeile verteilen, die die heftigsten Kopfschmerzen beim Ansehen verursacht. Das eine oder andere mal hat mein Auge zugegebenermaßen mal gezuckt, aber richtig Kopfweh gab es nicht.

Das änderte sich heute.

Schumi reagiert auf Reize und Berührungen seiner Frau

Liebes News.de. Bitte lasst doch die Praktikanten vor dem Erstellen einer Schlagzeile doch mal für 2 Stunden aus dem Keller an die frische Luft.

Sonst kommen demnächst Schlagzeilen wie:

„Schumi zeugte im Koma ein Kind – Reaktion auf Reize und Berührungen seiner Frau offenbar heftiger als erwartet“

AFK.

Facepalmen.

Lebensabschnitte


Einer der größten Erfolge ist es, wenn man das, was man tut, gerne tut. Wenn man gerne seinen Job macht. Über Jahrzehnte. Wenn man das, was man tut, gut macht und man dann noch Dinge erlebt, von denen man erzählen kann.
Das Leben geht weiter, doch bei manchen ist das Leben so sehr mit dem Beruf vermengt, dass eine Trennung schwer fällt.

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Cry Freedom


2013 war auch das Jahr der Proteste und Rebellionen. Ägypten, Türkei, Syrien, Iran, Kuba – viele dieser Proteste schafften es gar nicht erst in die offiziellen Medien oder wenn, dann nur als Seitennote.

Die Lücke, die die Mainstream-Medien hier hinterlassen haben, wurde von den Social Media-Plattformen, allen voran Twitter und Facebook, gefüllt.

Und hier ist Licht und Schatten.

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KINDERkanal


Kika sendet um 13.30 Uhr eine recht folkloristische Beschreibung der Beschneidung des kleinen Tahsin. Wer ein bisschen in den social medias unterwegs ist, weiß, dass derzeit ein Shitstorm tobt, wie man ihn lange nicht erlebt hat.

Kika muss mit Protestmails geflutet worden sein, ihre Antwort lautete im Grunde genommen: „Wir machen das jetzt, haltet doch alle einfach die Schnauze“.

Die Tellux-Gruppe, die mehrheitlich den katholischen Bistümern gehört, hat da ein feines Stück religiöser Propaganda abgeliefert. Hinzu kommt noch der nachfolgende Chat.

Dieser ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die dieses Ritual endlich beenden wollen. Es ist eigentlich ein dickes „Fuck you“ in Richtung Beschneidungsgegner. Denn mit Anett Abdel Rahman kommt eine islamische Religionsgelehrte zu Wort, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der Beschneidung kleiner Jungen nichts schlimmes sieht – ist es doch die häufigste Operation an kleinen Knaben.

Also wird im Chat vollständig auf den religiösen Inhalt abgestellt, medizinische Probleme, die durchaus bestehen und regelmäßig vorkommen, werden unterschlagen. Wohl auch, um den Jungen keine Angst zu machen, denen die Beschneidung noch bevorsteht.

Wer seine Kinder noch Kika gucken läßt gehört echt gevierteilt.

Unsere GEZ-Gebühren bei der Arbeit.

Aber irgendwie muss ja der Limburger Bischofspalast refinanziert werden, was?

 

Spiegel-Kommentatoren


Spiegel-Online hat einen recht großen Pool von Kommentatoren mit eigener Rubrik. Ob Silke Burmester, Sibylle Berg oder Jakob Augstein: Sie haben eine eigene kleine Rant-Ecke im Spiegel.

Was ich mich immer wieder gefragt habe, ist aber: Warum, um alles in der Welt, kommentiert da ein Jan Fleischhauer? Der würde eher in ein tiefschwarzes Blatt passen und manchmal haut der Kommentare raus, wo ich mich frage, ob er auch nur fünf Minuten nachgedacht hat.

Aktuell hat er aber einen verdammt hinterlistigen Kommentar zum unsäglichen „LGBT-Bildungsplan“ in Baden-Württemberg abgeliefert. Das Ding ist in mehr als einer Hinsicht ziemlich klasse. Es ist ein Rundumschlag an alle Berufsbetroffenen und Ignoranten, und es zieht die Maske von diesem ganzen Fall runter.

Hat er mal richtig gut gemacht 😉