Drei Beine und ein Herz
Sie war noch jung. Keine sechs Monate. Doch in Bosnien gibt man nicht viel auf wild streunende Hunde.
Sie stromerte die Straßen lang. Noch ein Welpe. Ein Auto kam vorbei, fuhr sie an. Der Fahrer hielt nicht einmal – es war ja nur ein Hund. Der verletzte Hinterlauf musste amputiert werden, das macht aber nichts. Sie ist fröhlich und lieb und vertraut den Menschen. Denn es war ein Auto das sie verletzt hatte. Kein Mensch.
Eine andere sie. Andere Dinge, die schieflaufen.
Beide eint ein Wunsch: Ein Zuhause zu haben.
Mal sehen, ob die kleine Mascha und die große Tante zusammenpassen.
Seriously Blizzard?
Blizzards WoW gibt es seit 10 Jahren. Das 5. Addon – Warlords of Draenor – ist gestartet.
Man sollte meinen, dass 5 Addon-Launches plus 10 Jahre Erfahrung UND der nicht eben geringe Preis (50 Euro für die Standardversion und 70 Euro für die Deluxe-Version) dafür sorgen, dass der Launch einigermaßen reibungslos abläuft.
Bereits im Vorfeld war ja erkennbar, dass viele Spieler zurückommen. Burning Crusade war die beste Erweiterung bislang und viele Spieler sehnen sich nach dem BC-Feeling zurück. WoD hat das Zeug, genau das zurückzubringen.
Was ich bislang sehen konnte, bestätigte das. Das Schattenmondtal ist unfassbar schön, Gorgrond ist das, was ich vom künftigen Schergrat erwarten würde, auch wenn die Questreihen dort etwas…abgehackt wirken. Und HEY – Awesome: Eine Garnison. Ganz allein für MIIIICH 🙂
Aber bitte? Es ist Freitag. Das Addon wurde Donnerstag um 0:00 Uhr gelauncht. Vor mehr als 48 Stunden nach ausgiebigen Beta-Tests.
Es ist nach wie vor ein Glücksspiel, in die Garnison reinzukommen. Mehr als einmal hab ich mit mindestens 30 – 40 Spielern am Eingang der Phasing-Zone gestanden. Hübsch feststeckend, weil „die Zone nicht gefunden wurde“. Instanzen gehen? Geht nicht. Instanzserver nahezu kontinuierlich down. Bricht der Instanzenserver zusammen während der Char drin ist, kann man weiterspielen vergessen, weil der Anmeldeserver den Charakter nicht findet. Man kann dann schon mal twinken.
Und DAS hier am Tag 2 des Addon-Launches zu lesen ist ein Armutszeugnis an die Techies, die die Vorbestellungszahlen kannten. Hier und da ein Ruckler oder Hickser – kein Problem. Das erwartet man. Man erwartet auch zusammenbrechende Server zum Addonstart. Aber DAS? Das spottet jeder Beschreibung.
Die Serverzusammenlegung wurde forciert. Server wurden miteinander verknüpft. Es gibt jetzt Realmserver und bestimmte Gebiete, die sich Spieler teilen. Und DIE sind angesichts der aktuellen Spielerzahlen hoffnungslos überfordert.
Selbst Alleria, ein ausgemachter Dorfserver, ist so voll, dass dort Wartezeiten bis zu 1200 min. herrschen. Ich habe um 19 Uhr angefangen mit Platz 1750 irgendwas. Jetzt ist es 21:15 Uhr und ich bin an Platz 504 der Warteschlange mit einer weiteren Wartezeit von ungefähr 112 Minuten.
Das ist inakzeptabel und ein Armutszeugnis für eine Firma, die *eigentlich* weiß, wie es geht und wie man das macht. Die Server sind hoffnungslos unterdimensioniert und die Anbindung scheint auch nicht die Beste zu sein.
Liebe Leute, eine Menge Menschen haben sich auf WoD gefreut. Aber das versaut einem echt die Spielfreude. Was schade ist, denn das Addon ist toll. 😦
Das Spiel spielt sich derzeit so, als wäre die Reinigungsfee mit dem Schrubber über die Festplatte gefahren.
Meanwhile in Dortmund
Dortmund ist die Stadt der Biere – oder war es wenigstens mal. Inzwischen sind die Brauereien entweder Pleite oder in der Hand der Großbrauereien.
Dortmund ist aber auch eine Stadt, die verdammt arm ist. Neben Essen ist sie das Armenhaus im Ruhrgebiet. Und das merkt man.
Gravierender Wechsel
Motorrad fahren ist eigentlich meine Zuflucht. Wenn ich nicht mehr mag, wenn ich die Schnauze voll hab: Auf dem Motorrad habe ich die Freiheit, die mir auch Seelenfrieden zurückgibt.
Funktioniert nicht mehr. Ich kann auf dem Motorrad meine Nichten nicht mitnehmen. Ich kann keine größeren Einkäufe machen. Klar, ich kann bei Schwester mitfahren – aber auch der Platz ist begrenzt und sie kauft meist woanders ein als ich. Weitere Strecken mit der Karre gehen eh nicht. Und irgendwie möchte ich doch mal gerne Leute besuchen.
Also wird schweren Herzens die Kiste verkauft. Fast 10 Jahre hat sie getreulich gearbeitet. Doch auch der Reparaturstau ist zu hoch geworden – ich kann das nicht stemmen, eigentlich muss die gesamte Karre neu aufgebaut werden: Von Schweißarbeiten am Rahmen angefangen über Stoßdämpfer, Bremsen, Reifen, Ventile einstellen, eine Dichtung ist wohl hinüber, Vergaser reinigen und einstellen. Zündkerzen tauschen, ja müsste auch mal wieder. Ölwechsel, Ölfilter. Luftfilter. Die Gabel muss kontrolliert werden und repariert. Kleinere Lackarbeiten (minimal) und der Sitz muss komplett neu bezogen und aufgepolstert werden. Die Elektrik ist hinüber, irgendwo hab ich nen Kurzschluß, ich weiß nur nicht wo. Beleuchtung funktioniert nicht mehr, zumindest Front – da ist nur noch Parklicht aktiv. Im Winter geht das gar nicht.
Es ist kürzer aufzuzählen, was noch in Ordnung ist. 😦
Innerorts also demnächst Fahrrad. Und für Einkäufe und alles andere ein Auto.
Bäh.
Kristallnacht
Am 9.11.1938 fand die Reichskristallnacht statt. Sie markierte den Wendepunkt – von der Schikanierung aller „anderen“ zur gezielten Vernichtung. Juden, Sinti und Roma, geistig behinderte und Schwule: Sie alle wurden danach systematisch verfolgt und vernichtet. Die Kristallnacht jedoch, sie zielte ausschließlich auf Juden ab: Ihre Geschäfte, Synagogen und Betstuben wurden geplündert und in Brand gesteckt, sie selbst oft verprügelt oder ermordet. Die Kristallnacht selbst forderte 400 Tote – und zog Millionen Tote hinter sich her.
Die Geschichte kennen wir. Und heute?
Clash of the Cultures
Die USA und Europa sind nur an der Oberfläche „westlich“. Die Philosophien in den jeweiligen Gesellschaften unterscheiden sich fundamental – egal wo. Strafvollzug, Religion, Sozialhilfe: Nahezu jeder Bereich ist so unterschiedlich, dass man sich fragt, ob die auf einem anderen Planeten leben.
Oder wir. 😉
John Stark ist Norweger und hat eine Dokureihe gemacht. Die erste Folge von „The Norden“ ist raus. Es geht um Strafvollzug. Man läßt einfach einen US-amerikanischen Knastwächter, der jetzt in Rente ist, durch die Knäste in Finnland, Schweden und Norwegen laufen und zeigt ihm, wie der Strafvollzug hier funktioniert.
Schnell wird deutlich: Dem gehts nicht darum, die Leute zu re-integrieren. Sondern einfach dazu, ihnen den Knastaufenthalt so sauer wie möglich zu machen. Dieser Mann begreift nicht, dass traumatisierte Menschen aller Wahrscheinlichkeit nach wieder rückfällig werden. Es kümmert ihn auch nicht – ist ja ihre eigene Schuld, dass sie im Knast sind. Wären sie gesetzestreu geblieben, wäre nix passiert.
Das ist vielleicht die bitterste Erkenntnis, die man mitnimmt. Denn ein solches System erzieht nur Duckmäuser. Keine aufrechten Menschen. Und es ist inzwischen zum Instrument der Unterdrückung geworden. Du bist schwarz? Dann duck dich, meide die Polizei. Sonst bist du schnell im Knast. Für viele viele Jahre.
Zwischenzeit – nach dem Kalten Krieg
Falls ihr es nicht gemerkt habt: Das wird eine persönliche Zusammenfassung, wie ich den Kalten Krieg und das, was darauf folgte, erlebt habe 😉
Bitte um Tipps
Wie schützt man in Deutschland ein Stalkingopfer effektiv und legal vor einem Idioten?
Das wird grad ziemlich aktuell.
Er kennt die Wohnung, er kennt die genauen Lebensumstände. Und er weiß, dass sie derzeit ziemlich hilflos ist. Hinzu kommen diverse Probleme wie eine diagnostizierte paranoide Schizophrenie ohne Krankheitseinsicht. Gewaltpotenzial? Oh ja. Reichlich.
Anzeige ist erstattet. Aber das wird auf lange Sicht nicht reichen. 😦
Der Kalte Krieg
Historisch nicht korrekt, ein paar Jahreszahlen gucke ich nach – mein persönlicher Rückblick auf den kalten Krieg.
Passwortschutz
Es ist derzeit essentiell wichtig, dass der Artikel unten nicht allgemein freigeschaltet ist, weil es um ein schwebendes Verfahren geht und ich nicht möchte, dass ein Verfahrensbeteiligter den Inhalt kennt.
Wer lesen will, kurzen Kommentar mit gültiger Emailadresse reinfallen lassen. Für die, die das Spiel schon kennen: Ist das übliche Passwort.
Häusliche Gewalt
Dieser Eintrag richtet sich an alle, die Schwierigkeiten haben, zu erkennen, ob sie Opfer häuslicher Gewalt sind.
Perfect Timing
Neue Anthologie ist raus – und eine meiner Stories ist drin.
Mal sehen, wer sie findet, das ist nicht unter „Kerstin“ oder „Tante Jay“ 😉
Leb noch
Und meine Familie auch. Was derzeit keine Selbstverständlichkeit ist.
Meine Schwester ist schwerstkrank (nein, nicht das Hühnchen, die andere). Mein Vater ebenso. Wie sich das ausgeht, werden wir sehen.
Ich hab immer noch ne Knochenhautentzündung in der Schulter. Wird grad auch nicht besser. Noja. Irgendwann bestimmt. Wird ja jetzt auch kühler und Entzündungen soll man kühlen.
Positiv: Ich arbeite gerade an einer Volleditierung vom „Tal der Stürme“ – das wird in weiten Teilen gerade völlig umgeschrieben, Satzbau geradegezogen, Plotholes gefüllt und außerdem noch Kapitel addiert. Derzeit bin ich bei 150 A5-Seiten, Tendenz steigend.
Wenns fertig ist (hoffentlich rechtzeitig zu Weihnachten, sonst Januar) wird das auf verschiedenen Ebenen via Self-publishing rausgehauen, ich geldgeiles Etwas ich. Das ist NICHT die Story, die ihr hier aus dem Blog kennt, wenn die fertig ist, ist sie deutlich anders, geht mehr in die Tiefe. Die Personenentwicklung ist auch etwas, wo ich zumindest etwas Spaß dran habe 😉
Ebook via Amazon und Smashwords und Book on Demand für die Hardcover-Fetischisten.
Letzteres kann dann etwas dauern.
Aber 3 Bücher gehen hier in eine Verlosung ins Blog.
Da steckt noch viel Arbeit drin. Meine und die eines guten Freundes, der gerade Korrekturlesen betreibt. Danke dir dafür, Großer.
Blogpause
Derzeit gehts hier etwas rund. Im privaten Bereich. Und zwar so übel, dass ich weder die Zeit noch die Ressourcen habe, bloggen zu können.
Themen gäbe es viele. Aber ich kann sie nicht aufgreifen. Zuviel läuft gerade aus dem Ruder, was irgendwie geradegebogen werden muss 😦
Sorry. Wie lange, kann ich derzeit nicht sagen. Der Dreck türmt sich grad so hoch, dass das eine Weile brauchen wird, bis das sortiert ist. 😦
Nur 5 Jahre
Oscar Pistorius ist verurteilt. 5 Jahre wegen fahrlässiger Tötung. Und vielen ist das viel zuwenig – der Mörder sollte mehr bekommen, mindestens lebenslang, viele brüllen nach der Todesstrafe oder ergehen sich in Fantasien, was sie denn mit dem Mörder machen würden.
Gar nichts, würde ich sagen. Denn wenn es hart auf hart kommt, haben die Leute andere Prioritäten.