Archiv der Kategorie: Ärgerliches
Das Kreuz mit dem Shoppen
Da hab ich, weil ich schön sparsam war, mir ein Tablet kaufen können. Yay. Idealo aufgerufen. Und dann mal auf die Pirsch gegangen um das beste Preis-/Leistungsverhältnis für ein Stück Hardware zu finden, das im Budget lag.
Oh Mann. Warum ich dann bei Amazon bestellt habe, hat Meike Lobo verdammt gut herausgearbeitet.
Fazit: Im Gerätepreis 15 Euro mehr bezahlt, dafür Versandkosten und Nachnahme-/Rechnungsgebühren gespart. Lastschrifteinzug war bei fast keinem Händler möglich. Kreditkartenzahlung nebst Aufschlag sehr wohl.
Und Summa Summarum tatsächlich 5 Euro weniger bei Amazon durch Vermeidung der o.g. Gebühren bezahlt als ich bei dem günstigsten Idealo-Händler bezahlt hätte.
Nur falls mal wieder ein Online-Händler auf die Idee kommt, sich zu beschweren.
Ebay ist übrigens auch aus dem Grunde rausgefallen. Wenn ich bei einem Händler schon die Drohung sehe: „Spaßbietern sei gesagt: Wir reagieren mit Anwalt“ – der hat da irgendwas nicht richtig verstanden.
Check: Ist mein Router sicher
Es wird ja derzeit viel über Backdoors in Routern gesprochen.
Hintergrund ist die Erkenntnis, dass einige Router offenbar ohne Wissen des Besitzers aus dem Netz auf einem bestimmten Port angesprochen werden können.
Mal wirklich simpel erklärt:
Der Herr Blüm
Den gibts auch noch. Erstaunlich.
Manche sollten lieber in Rente bleiben. Ich hatte schon zu einem Rant angesetzt, als mir dank Karl dann dieser großartige Blogpost über die Facebooktimeline lief.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer:
Herr Blüm, sie sollten sich was schämen.
Nein, Herr Adam
Da ist ein Landrat, der Poppers geschluckt hat, im Dienstwagen durch die Gegend kutschiert ist, um Internetbekanntschaften zu schließen und mit ihnen danach im Büro des besagten Bürgermeisters ein wenig Ringelpiez mit Anfassen zu spielen.
Und als das auffliegt, macht er „Homo-Hetze“ dafür verantwortlich und die bösen Medien, die sich daran „aufgeilen“ weil ein schwuler Bürgermeister Sex hat. Gekrönt wird das von der Aussage, dass jeder Politiker Dreck am Stecken hat.
Äh, ne Herr Adam, ganz so einfach ist das nicht.
Hilflos
Ein Mann liegt am Boden. Die Augen sind geschlossen, er rührt sich nicht. Es ist hellichter Tag, Passanten flanieren vorbei, ein älterer Herr stupst den am Boden liegenden mit seinem Stock an, um den Besoffenen aufzuwecken.
Denn er ist doch besoffen, richtig?
Und scheinbar glauben alle, dass man Besoffenen nicht helfen muss. Die sind an ihrem Elend selbst dran schuld. Hätten sie sich nicht so vollaufen lassen, wären sie ja nicht in ihrer bescheuerten Situation.
Und so fühlen sich die Menschen berechtigt, den am Boden liegenden anzuspucken, ihn mit dem Stock zu pieken, ihn wüst zu beschimpfen. Jemand, der helfen will, wird, der Ordnung halber, auch gleich mit beschimpft.
In meinem Beispiel war der Mensch aber nicht betrunken. Er war völlig nüchtern.
Aber er hatte einen Schlaganfall, den er nicht überlebte, weil Hilfe erst kam, als er bereits tot war. Es war ein guter Freund meiner Eltern, der mit knapp 40 starb. Es ist einige Jahre her, aber ich glaube, ich werde das so schnell nicht vergessen.
Viele Menschen sind an ihm vorbeigegangen. Viele hätten helfen können und möglicherweise hätte er noch leben können, wenn die Hilfe rasch genug gekommen wäre.
Und selbst *wenn* er betrunken gewesen wäre – was hätte es gemacht, kurz die Rettung zu informieren: „Hilflose Person xy Straße, liegt hier, rührt sich nicht.“ Dabeibleiben, bis die Rettung da ist und alles ist gut.
Denn auch Betrunkene sind Menschen. Es ist egal, ob man selbstverschuldet in einer Notlage ist. Wenn jemand Hilfe braucht, dann benötigt er Hilfe. Und keine Stockpiekser von selbstgerechten Alten, kein Bespucken von idiotischen Passanten und keine Beschimpfungen. Er braucht Hilfe. Nicht mehr und nicht weniger.
Und ganz ehrlich? ICH möchte mich nicht eines Tages fragen müssen, ob ich durch unterlassene Hilfeleistung nicht jemanden getötet habe.
Ihr?
Ich bin durch Robins Story, wo sie einem Betrunkenen geholfen hat, und durch Rhodesian Hundeikers Geschichte an den Vorfall erinnert worden. Sie half jemandem, der möglicherweise betrunken war. Und wurde dafür beschimpft.
In was für einer Welt leben wir eigentlich?
Derailing?
In einem absolut lesenswerten und gut fundierten Artikel hat der Autor aufgezeigt, wie Derailing funktioniert und warum das in einer Diskussion absolut scheiße ist.
Und bis auf eine winzigkleine Korrektur kann ich den Artikel auch so stehenlassen. Er zeigt sehr genau auf, gegen was man ankämpft, wenn man als Marginalisierter gegen einen Privilegierten diskutiert.
Worum es mir geht? Beschneidung natürlich. Das schlechteste Beispiel von allen.
Nein, es ist KEIN Derailing, wenn man die MGM und die FGM miteinander vergleicht. Und ich habe gute und fundierte Gründe dafür. Wäre nett, wenn man die mal lesen könnte.
Tafta
Das neue, geplante Freihandelsabkommen ist kurz und knapp erklärt.
Es ist die völlige Aufgabe nationalstaatlicher Rechte zugunsten der großen, international operierenden Konzerne.
Eine Art Shadowrun ohne mythische Wesen.
Das ist Tafta.
Wirkungsvoll
Ich wusste ja immer nicht, ob man verzweifelt oder ausnehmend doof sein muss, um auf das blöde Esoterikgeschwafel oder Homöopathie oder Bachblüten reinzufallen.
Dank Herrn Tom Vermeersch bin ich mir zumindest in einem Fall ziemlich sicher: Verzweifelt.
Denn dieser „werte“ Herr bietet Bachblütentherapie gegen Kindesmissbrauch an.
Siehe auch Kinderdoc und Grafikpolizei.
Meanwhile in Eppenbrunn
Du willst aus der Kirche austreten damit du keine Kirchensteuer mehr zahlst? Aber nicht mit der Gemeinde Eppenbrunn.
Wohnt jemand da in der Ecke und kann mir die Hintergründe sagen? Ich steh hier gerade und suche meinen Kiefer, der mir runtergefallen ist. Oo
Medizinische Ethik
Eins der – eigentlich – guten Grundsätze in der Wissenschaft ist das Verbot von Denkverboten. Eine wissenschaftliche Forschung soll nicht behindert werden, weil religiöse, moralische oder andere nicht „fassbare“ Gründe dagegenstehen. Das kann (und darf) aber für die medizinische Forschung nur in Grenzen gelten.
Über Jahrhunderte wurde gerade aus religiösen Gründen ein eigentlich wünschenswerter Fortschritt zum Beispiel in der Medizin verhindert, weil Forschungen am menschlichen Körper verboten war. Der Körper war heilig und durfte nicht erforscht werden.
Verbrannt, gevierteilt oder bei lebendigem Leibe gekocht, gesotten und gebraten allerdings schon.
Bischöflicher Klebstoff
Mal sehen, wann Tebartz-van Elst es merkt. Er ist nicht mehr zu halten. Die Gläubigen in seiner Diözese treten in Scharen aus, das nennt man Abstimmung mit den Füssen.
Das Original-Bauvorhaben war nicht seins, das stimmt. Aber alle Pläne danach waren seine. Sei es die 15.000 Euro-Badewanne, sei es das ausfräsen des Gesteins für ein weiteres Kellergeschoss, sei es die Designerkammer für die Reliquien (dass da noch einer dran glaubt, ist unfassbar) oder aber auch die elegante Drapierung des Raumes um die olle Mauer von Anno Schnuff.
Alles sehr edel. Und vor allem eins: Sehr teuer. Aus 2 Millionen wurden 15, dann 31 und jetzt werden Zahlen von 40 Millionen kolportiert, die Veröffentlichung wird aber aktiv von Bischof und Mitarbeitern verhindert. Was darauf hindeutet, dass die 40 Millionen möglicherweise immer noch nicht das Ende der Fahnenstange sind.
Von 2 Millionen (die schon sehr üppig sind) auf 40 – sportlich, Herr Bischof.
Demgegenüber steht ein Papst, der demonstrativ Bescheidenheit übt. Der gerade mal in Klöstern gucken läßt, ob für Flüchtlinge noch ein bisschen Platz ist. Der im Gästehaus wohnt, weil er die Papstwohnung für zu üppig hält.
Der gesandte Visitator, äh, Verzeihung, der diplomatische Besuch aus Rom hat das Schlaglicht nur verstärkt.
Alles in allem treibts der Herr Bischof gerade zu bunt. Er verdirbt es sich gerade mit allen. Die Gläubigen verprellt er mit seinem autoritären Führungsstil, er, der erkonservative aus dem Hause Meisner, die Behörden mit falschen eidesstattlichen Versicherungen und seinen Dienstherrn mit seiner Prunksucht.
Persönlich halte ich es nicht für abwegig, dass Tebartz-van Elst an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet, aber das sollen die Fachleute entscheiden.
Wichtiger ist, dass der Mann endlich aus Job und Zeitung verschwindet. Wir haben echt Wichtigeres an den Hacken.
Das Kreuz mit Studien
Medizinische Erkenntnisse werden im allgemeinen mit Studien untermauert. Im Idealfall hat man eine Theorie und die wird dann durch eine entsprechende Studie bestätigt oder widerlegt. Das heißt, wenn man eine Metastudie hat, dann ist man im Idealfall neutral eingestellt. „Könnte das sein? Lass ma kucken.“ – um es salopp auszudrücken.
Und dann gibt es die Studien, die wider alle Vernunft etwas belegen sollen, was bereits vom rein logischen Verstand *nicht sein kann*.
Wenden wir uns also *wieder mal* der männlichen Genitalverstümmelung zu.
Plöhde Häcker
Genau.
Falls es jemand noch *nicht* mitbekommen hat: Ja, mein Twitteraccount wurde gehackt und irgendein Vollhonk hat was von 10 Pfund Gewichtsverlust rumgelogen, die ich ja angeblich mit der todsicheren Idee gehabt hätte.
Schön wärs ja.
Sollte ich den Idioten übrigens erwischen, hab ich auch ein paar todsichere Ideen *grummel*
Passwort ist geändert, die Sicherheitseinstellungen und der Rechner hat mal prophylaktisch ne Wurmkur bekommen.
Alles wieder gut.
Und wehe nicht.
Sicherheit über alles
Heute gesehen. Einen schnuggligen kleinen Computer mit:
– WindowsFirewall
-ZoneAlarm
-McAffee Virenscanner
-die gelbe Pest
-Avira (weil Freeware)
-Spybot Search&Destroy
-WindowsDefender
Und jetzt hab ich ein Problem. Ich verstehe nicht, warum derjenige, der das verbockt hat, auf MICH sauer ist, nur wei ich ihn gefragt habe, ob er auch mit 7 Kondomen gleichzeitig poppt…?